Vom Weihnachtsschmaus zur Weihnachtsallergie

Normalerweise sind die Wintermonate für Allergiker die liebsten. Die Bäume tragen keine Blätter und die Sträucher blühen schon lange nicht mehr. Doch da hat man sich zu früh gefreut!

Alle Jahre wieder

Aufgrund der immer weiter ansteigenden Temperaturen auch in den Wintermonaten, kommt es zum ganzjährigen Pollenflug. Ende September, wenn die letzten Gräser unterwegs sind, wehen noch Spitzwegerich oder das Traubenkraut durch die Luft. Ab Dezember machen sich dann Hasel und Erle bemerkbar und diese werden Ende Januar von Pappel, Weide, Esche und Birke abgelöst. Schließlich haben wir das ganze Jahr Pollenflug! 

In der Weihnachtsbäckerei

Aber nicht nur die unter Heuschnupfen leidenden Allergiker sollten jetzt aufmerksam sein, sondern die auf Lebensmittel sensiblen Gemüter ebenfalls: Zu Weihnachten kommen vielen Leckereien auf den Tisch. Und ehe man sich versieht, beißt man unachtsam in einen Keks mit Nüssen, die man nicht verträgt, in einen Kuchen mit Äpfeln, der zu Darmproblemen führt, in einen süßen Weihnachtsmann aus Vollmilchschokolade, mit bösen Nachwirkungen oder in ein Plätzchen aus Zimt, Pfeffer oder Kardamom – für viele ein Graus.

Auf den "Duft von Weihnacht" reagiert mittlerweile jeder Dritte hierzulande allergisch! Und wenn wir schon beim Weihnachtsduft sind: Auch Kerzen sind für viele leider ein Tabu. Bis zu 90% bestehen Kerzen aus verschiedenen Allergenen, die zur Reizung des Atemwegs führen.

O Tannenbaum!

Vorsicht auch bei der Wahl des Tannenbaums: Baumharz kann zu Kopfschmerzen, Juckreiz oder tränenden Augen führen. Denn die warme Zimmertemperatur sorgt für eine Freisetzung von Inhaltsstoffen aus dem Harz. Einige reagieren bereits bei bloßer Berührung des Baumes allergisch. Wenn Sie sich schon eine echte Tanne ins Wohnzimmer stellen, wählen Sie die Bio-Variante. Diese ist wahrscheinlich weniger mit allergieauslösendem Schutzmittel besprüht worden.

 

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