Neuer Wirkstoff gegen Neurodermitis

Zur Behandlung von Neurodermitis greift man in der Regel auf synthetische Ableitungen des Hormons Kortisol, so genannte Steroide, zurück oder man verwendet Immunmodulatoren, das sind kortisolfreie Entzündungshemmer.

Bei schwerer Neurodermitis reicht eine solche Behandlung von außen allerdings nicht aus. Es wird eine zusätzliche systemische Therapie nötig sein, um die übertriebene Reaktion des Immunsystems bestmöglich kontrollieren zu können. Hierzu verwendet man so genannte immunsuppressive Medikamente, die aber nicht ganz ohne Nebenwirkungen sind.

Ein neuer Antikörper namens Dupilumab eröffnet jetzt neue Behandlungsmöglichkeiten. Dieser monokloner Arzneistoff wird aus menschlichem Gut gewonnen und kann eine solche Immunsystem-bezogene Unterdrückung bewirken.

Der Antikörper wirkt zudem entzündungshemmend. Botenstoffe, die normalerweise Warnsignale an die Zelle geben (und so schließlich den Juckreiz hervorrufen), werden erfolgreich geblockt. Für die Behandlung von Neurodermitis ist diese klinische Beobachtung sehr relevant.

Erste Studien unter Einsatz des Dupilumabs zeigten positive Ergebnisse: Es wurde bestätigt, dass Neurodermitis (das heißt Hautekzeme und für die Krankheit typischer Juckreiz) zurückgegangen ist.

 

Dupilumab ist aufgrund seines erfolgreichen Einsatzes seit März 2017 in den USA zugelassen. Auch hierzulande darf man hoffen, das Antikörper-Präparat Dupilumab bald therapeutisch anwenden zu dürfen.

 

 

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