Doppelte Belastung: Was ist eigentlich eine Kreuzallergie?

Viele Menschen, die an einer Pollenallergie leiden, reagieren manchmal allergisch auf bestimmte Lebensmittel, dann spricht man von einer Kreuzallergie. Der Körper verwechselt die Eiweißstrukturen der Nahrung mit denen der Pollen und es kommt zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Andersherum kann der Verzehr von bestimmten Lebensmitteln eine Pollenallergie verstärken.

Leiden Sie an einer Allergie gegen bestimmte Pollen, dann sollten Sie unbedingt vorher wissen, auf welche Lebensmittel Sie nun verzichten sollten. Hier erhalten Sie einen kleinen Überblick:

Bei einer Unverträglichkeit gegen Gräser oder Roggen, meiden Sie besser

  • Tomaten
  • Erdnüsse
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Soja, Bohnen, Linsen)
  • Kartoffeln
  • Melone
  • Mehl, Kleie

Bei einer Beifuß-Allergie sollten Sie verzichten auf

  • Erdnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Tomate
  • Kiwi
  • Kartoffeln
  • Karotte
  • Sellerie
  • Kräuter (insb. Anis, Kamille, Koriander, Kümmel, Pfeffer, Petersilie und Paprikapulver)

Bei einer allergischen Reaktion gegen Birke, Erle oder Haselnuss, lassen Sie besser die Finger von

  • Haselnüsse, Walnüsse
  • Mandeln
  • Kern- und Steinobst (Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Aprikosen usw.)
  • Kartoffeln
  • Karotte
  • Sellerie
  • Tomate
  • Kiwi
  • Kräuter
  • Gewürze

Kreuzallergien beschränken sich allerdings nicht nur auf pflanzliche Nahrungsmittel, sondern können auch andere Lebensmittel implizieren.

Wer eine Allergie gegen Hausstaubmilben aufweist, reagiert wohlmöglich auf

  • andere Milbenarten
  • Garnelen
  • Krebse
  • Hummer
  • Muscheln
  • Schnecken
  • rote Mückenlarven (die oft als Fischfutter dienen)

Selbst bei einer Allergie auf Vogelfedern, verzichten sie besser auf

  • Eier
  • Geflügelfleisch
  • Innereien

Vorsicht auch bei einer Latex-Allergie (vorzutreffen in Luftballons, Gummihandschuhen, Tauchanzügen, Pflaster, Kondomen usw.). Dann sind Sie wahrscheinlich auch empfindlich bei

  • Gräser
  • Bananen
  • Avocado
  • Papaya
  • Kiwi
  • Melone
  • Feige
  • Kartoffeln
  • Tomate
  • Buchweizenmehl
  • Paprika

Bitte beachten Sie: Diese Aufzählungen erheben nicht den Anspruch auf 100%ige Sicherheit und Vollständigkeit. Wer an einer Allergie leidet, muss nicht automatisch an einer Kreuzallergie erkranken. Nicht alle Beschwerden treten bei allen Allergikern gleich auf. Bei Fragen oder Unsicherheit, sollten Sie daher unbedingt Ihren Arzt konsultieren.

Mit einem Allergietest beim Arzt können Sie eine Kreuzallergie schnell nachweisen. Die Behandlung von Kreuzallergien ist allerdings schwieriger. Man setzt auf eine strengere Diät (Vermeidung bestimmter Lebensmittel) Hypersensibilisierung, bzw. Desensibilisierung der Ursprungsallergie.

 

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