Neuer Fachbereich Allergo-Onkologie erkennt Zusammenhang

Es gibt sie, die Korrelation zwischen einer Allergie und Krebserkrankung. Das deshalb neu gegründete Fachgebiet Allergo-Onkologie erforscht kausale Zusammenhänge beider Krankheitsbilder und richtet den Fokus insbesondere auf das Immunsystem.

Schließlich spielen Immunmechanismen sowohl bei der Allergie als auch bei einer Krebserkrankung eine zentrale Rolle. Die neue Forschungsrichtung fragt beispielsweise danach, ob und inwiefern man allergiebedingte Antikörper bei der Therapie gegen Krebs sinnvoll einsetzen kann. Denn man konnte feststellen, dass Allergiker seltener an Krebs erkranken.

Diese Tatsache wirft ein neues Licht auf beide Erkrankungen: Kann man dann nicht körpereigene Antikörper gegen Tumor-Antigene richten? Das wäre ein medizinischer Durchbruch.

Die österreichische Immunologin Prof. Jensen-Jarolim fragt sich nicht ohne Grund, warum wir Antikörper in uns tragen, die uns eigentlich nur schwächen. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben, oder? Jensen-Jarolim vermutet einen Zusammenhang zwischen einem Allergieleiden und einer damit verbundenen selteneren Erkrankung an Krebs.

Wollen Sie mehr über die wissenschaftliche Studie erfahren? Dann lesen Sie im Position Paper der EAACI weiter (ePaper). Die Studie wurde von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) durchgeführt. Sie ist heute Europas größter medizinischer Verband im Bereich der Allergologie und Immunologie.

 

 

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