Allergene im Essen

Essen ist ein Stück Lebensqualität. Wir kochen zusammen, besuchen Restaurants, probieren neue Rezepte aus und erkunden die kulinarische Welt anderer Völker. Essen verbindet uns und macht glücklich. Es ist fester Bestandteil jedes Festes und hält uns idealerweise fit und gesund!

Allerdings leiden immer mehr Menschen an Lebensmittelallergien. Die allergische Reaktion wird durch Allergene, die in bestimmten Lebensmittel vorhanden sind, ausgelöst. Unser Immunsystem reagiert schon auf kleinste Mengen sehr empfindlich, etwa durch Darmbeschwerden oder Ausschlag. Verstärkt müssen wir also darauf achten, was jeweils in unserem Essen steckt, um am Ende keine böse Überraschung zu erleben. Die einen vertragen keine Laktose (Milchzucker), die anderen reagieren sensibel auf Fructose (Fruchtzucker).

Dazu kommt noch, dass viele erst durch eine Kreuzallergie plötzlich auf bestimmte Lebensmittel allergisch zu reagieren beginnen. Diese geht in der Regel aber dann wieder zurück, sobald zum Bespiel die Jahreszeit wechselt und die Hauptblütezeit verübergegangen ist.

Umso wichtiger ist die Kennzeichnung von Allergieauslösern auf Lebensmitteln, die zum Beispiel unterstrichen oder fettgedruckt hervorgehoben sind. Diese Ettikettierung von insgesamt 14 Allergenen ist in der Europäischen Union bereits gesetzlich vorgeschrieben. Dazu zählen

  1. Glutenhaltiges Getreide
  2. Eier
  3. Erdnüsse
  4. Milch und Milchprodukte
  5. Sellerie
  6. Sesamsamen
  7. Lupinen
  8. Fisch
  9. Sojabohnen
  10. Schalenfrüchte (Nüsse)
  11. Senf
  12. Krebstiere
  13. Weichtiere
  14. Schwefeldioxid und Sulfate (in Alkohol, Trockenfrüchten, geriebenem Meerrettich)

Leider werden diese nicht immer zu 100 % eindeutig kenntlich gemacht und eindeutig bezeichnet. Oft verwendet man auch Abkürzungen oder Fachausdrücke. Eier können auch als "Eilecithin" deklariert werden. Soja wird gelegentlich als E322 (Sojalecithin) abgekürzt oder Tamari genannt. Casein, Molke oder Rahm gehören zur Kategorie Milch und zu Schalenfrüchte zählen auch Cashewkerne, Pistazien und Mandeln. Senf wird auch als Mostrich bezeichnet und Sesam als Tahini. Schwefelsulfate werden abgekürzt als SO2 (E220) oder E221, E224 oder E227 und zu den Weichtieren zählen sowohl Muscheln, als auch Calamaris, Oktopus und Tintenfisch.

Achten Sie immer auch auf den Hinweis "Kann Spuren von ... enthalten" und verzichten Sie wenn möglich, immer auf sehr stark verarbeitete Lebensmittel. Das Erhitzen verändert in der Regel die molekulare Struktur und bestenfalls greifen Sie immer auf frische, regionale Lebensmittel zurück.

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