Unverträglichkeit Lebensmittelzusatzstoffe

Als Lebensmittelzusatzstoffe werden solche Stoffe bezeichnet, die Lebensmitteln zu bestimmten Zwecken absichtlich hinzugefügt werden. Bei diesen Zwecken handelt es sich um Effekte chemischer, physikalischer oder physiologischer Art. Werden solche Lebensmittelzusatzstoffe zur Verbesserung von Lebensmitteln verwendet, müssen sie jedoch gewisse Bedingungen erfüllen. Diese Bedingungen sollen in erster Linie den Endverbraucher schützen. Ein verwendeter Lebensmittelzusatzstoff muss gesundheitlich unbedenklich sein. Das heißt, dass er nicht im Verdacht stehen soll, bestimmte Erkrankungen auszulösen oder zu fördern. Zudem soll der Zusatzstoff nicht dazu dienen,den Verbraucher mit Absicht zu täuschen. Die dritte Auflage besagt, dass ein Lebensmittelzusatzstoff nur in dem Fall Verwendung finden soll, wenn er technologisch erforderlich ist, also nicht durch einen anderen, natürlichen Stoff ersetzt werden kann. Er sollte also für die Haltbarkeit, die Lagerung, die Produktion, die Herstellungsart oder ein ähnliches Ziel unbedingt erforderlich sein.

Herkunft und Ursachen von Lebensmittelzusatzstoffen

Lebensmittelzusatzstoffe werden bewusst während der Produktion und Lagerung von Lebensmitteln eingesetzt. Sie werden einerseits chemisch hergestellt und andererseits aus natürlichen Quellen gewonnen. Wenn ein Zusatzstoff aus natürlicher Herkunft stammt, sagt dies jedoch noch nichts über sein Allergiepotenzial oder mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf den Konsumenten aus.

Beispiele für Lebensmittelzusatzstoffe

Grundlegend gibt es verschiedene Gruppen an Lebensmittelzusatzstoffen. Diese können weiter spezifiziert werden. Die wichtigsten Zusatzstoffe, die in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, sind:

  • Farbstoffe
  • Konservierungsstoffe
  • Antioxidationsmittel
  • Backtriebmittel
  • Verdickungsmittel, Geliermittel, Bindemittel
  • Geschmacksverstärker
  • Süßungsmittel (Saccharin, Cyclamat, Aspartam etc.)

Während Geschmacksverstärker ein besseres Aroma des Lebensmittels garantieren sollen, machen Konservierungsstoffe dieses länger haltbar. Bekannte Vertreter sind hier Aspartam, Glutaminsäure oder Glutamat. Auch Antioxidationsmittel sollen vor Verderb schützen und so die Lagerung der Lebensmittel erleichtern. Backtriebmittel werden in Brot, Brötchen und anderen Teigwaren verwendet, damit sie Gase einlagern und das Lebensmittel so luftiger, lockerer erscheinen lassen. Als Backtriebmittel kann beispielsweise Backpulver dienen, aber auch Natriumtartrat, Kaliumphosphat, Ammoniumkarbonat und weitere Salze. Verdickungsmittel, Geliermittel und Bindemittel dienen dem Zweck, die Konsistenz des Lebensmittels zu verbessern. Beispiele für diese Gruppe sind Agar-Agar, Gelatine, Pektin oder Stärke.

Folgen und Gefahren

Lebensmittelzusatzstoffe können sich auf die Gesundheit auswirken. Am meisten verbreitet sind folgende Erkrankungen:

  • Akute und chronische Vergiftungen
  • Allergien
  • Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit

Bei den meisten Allergien auf Lebensmittelzusatzstoffe handelt es sich um pseudoallergische Reaktionen. Das bedeutet, dass es zwar zu Symptomen kommt, aber keine Sensibilisierung des Immunsystems stattfindet. Eine echte Soforttyp-Reaktion kommt nur bei etwa einem Prozent der Bevölkerung vor. In diesem Fall bildet das Immunsystem vermehrt Abwehrzellen, um körperfremde Proteine aus dem Lebensmittel abzuwehren.

Mögliche allergische Reaktionen auf Lebensmittelzusatzstoffe sind:

  • Schnupfen
  • Ödeme (Wassereinlagerungen, vor allem an den Gelenken)
  • Atemwegsbeschwerden
  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Magenkrämpfe)
  • Reaktionen des Kreislaufsystems (Schwindel und Schwächegefühl bis hin zu Ohnmacht)

Wie kann man der Aufnahme von Fremd- und Schadstoffen über die Nahrung
vorbeugen?

Wer möglichst wenige Zusatzstoffe mit der Nahrung aufnehmen möchte, sollte auf die E-Nummern achten. Diese sind auf der Packung des jeweiligen Lebensmittels zu finden.
Sie informieren über enthaltene Zusatzstoffe. Datenbanken im Internet geben weitere Informationen über E-Nummern und deren mögliche Folgen.