Möchte man ein Sonnenschutzmittel kaufen, hat man in Deutschland die Auswahl aus etwa 600 verschiedenen Produkten. Zusätzlich gehen immer mehr Kosmetikfirmen dazu über, ihren Tagescremes oder Antifalten-Cremes ein Sonnenschutzmittel – oft auch mit UV-Filter – beizufügen. So finden sich Lichtschutzsubstanzen in mittlerweile weit mehr als 400 kosmetischen Produkten, die meisten jedoch undeklariert.

Sonnenschutzmittel bieten der Haut Schutz vor der UV-Strahlung. Hierbei lassen sich zwei verschiedene Substanzklassen voneinander unterscheiden:

  • Organisch-chemische Lichtschutzstoffe wandeln die UV-B- bzw. UV-A-Strahlung in energieärmere und damit harmlosere Wärmestrahlung um.
  • Anorganische bzw. physikalische Lichtschutzstoffe beinhalten Mikropigmente. Diese wirken durch Streuung und Reflexion der UV-Strahlen an den Pigmenten der Haut.

Sonnecreme

Können Lichtschutzsubstanzen Allergien auslösen?

So hilfreich und sinnvoll Sonnenschutzcremes sein mögen, auch sie bergen ein gewisses allergisches Potenzial. So zählt die Mallorca-Akne zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen, die für Sonnenschutzmittel bekannt sind. Hierbei handelt es sich um eine allergische Reaktion, die ausgelöst wird durch eine Wechselwirkung zwischen den Emulgatoren in den Sonnenschutzmitteln und der UV-Strahlung. Weitere Nebenwirkungen, die Lichtschutzsubstanzen auslösen können, sind Hautreizungen.
Häufig sind die Wirkstoffe in Sonnenschutzmitteln für eine sogenannte Sonnenallergie verantwortlich. Leidet man unter einer solchen Sonnenallergie, ist es ratsam, einen Allergologen aufzusuchen, der das verwendete Sonnenschutzmittel bzw. die Kosmetika entsprechend austestet. Nach diesen Tests lässt sich verlässlich sagen, ob die Kosmetika oder das jeweilige Sonnenschutzmittel Grund für das Auftreten der Allergie sind. Jedoch sind Tests von lichtverursachten Allergien sehr aufwendig und kompliziert. Sollten die Tests ergeben haben, dass allergische Reaktionen auf eine bestimmte Lichtschutzsubstanzen auftreten, lassen sich von einem Facharzt geeignete Alternativpräparate bestimmen.