Kosmetikinhaltsstoffe

Kosmetika sind ein wesentlicher Bestandteil der Körper- und Gesichtspflege. In der Regel kommen sie täglich zum Einsatz und können im Falle von auftretenden Unverträglichkeiten entsprechend großen Schaden anrichten. Allergische Reaktionen auf einzelne Kosmetikinhaltsstoffe bzw. eine Kombination aus mehreren sind in der heutigen Gesellschaft keine Seltenheit. Entsprechend empfiehlt sich vor dem Kauf eine genaue Prüfung der jeweiligen Produkte, um eventuellen Beschwerden vorzubeugen. Wie diese letztendlich aussehen und wie weit das Spektrum an möglicherweise allergenen Inhaltsstoffen ist, klärt der folgende Text.

Definition und Kategorien von Kosmetikinhaltsstoffen

Das große Sortiment an Kosmetika reicht von Zahnpasta über Shampoo bis hin zur Wimperntusche. Auf den Punkt gebracht dienen Kosmetikprodukte folglich der Reinigung, Pflege und Verschönerung. Für die Herstellung von nahrhaften Cremes werden unter anderem Feuchtigkeit und Mineral- bzw. Pflanzenöle benötigt. Um sicherzustellen, dass bei der Herstellung von Kosmetika ausschließlich zugelassene Stoffe verwendet werden, wurde die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe, kurz INC, erlassen. In dieser sind sämtliche Kosmetikinhaltsstoffe samt ihrer Eigenschaften aufgeführt. Zu den häufig verwendeten Pflanzenölen zählen unter anderem das Olivenöl, im Fachjargon Olea europaea oil genannt, das Avocadoöl bzw. Persea gratissima sowie Argan- und Sonnenblumenöl. In die Kategorie der Mineralöle, die zur Herstellung von Kosmetika verwendet werden, fallen Paraffinum Liquidum, Paraffin und Cera Microcristallina. Konservierungsmittel wiederum garantieren die Haltbarkeit der Produkte und verhindern die Bildung von Keimen. Gegenüber anderen synthetischen Varianten punkten vor allem Parabene aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen Verträglichkeit. Duftöle, Alkohol und ’naturidentische‘ Säuren wie die Sorbinsäure, die Benzoesäure und die Salicylsäure sind Alternativen, die vor allem bei der Herstellung von Naturkosmetik zum Einsatz kommen. Um einen seidigen Effekt auf Haut und Haar zu erreichen, werden häufig Silikone verwendet. Duftzusätze runden die Liste der wichtigsten Inhaltsstoffe ab.

Die gesamte Bandbreite allergischer Reaktionen auf Kosmetikinhaltsstoffe

Geht es um die Frage nach den häufigsten Auslösern für Allergien, so übernehmen Duftstoffe eindeutig die Führung. Eichenmoos, Isoeugenol, Baummoos und Zimtaldehyd sind hier an erster Stelle zu nennen. Auch beliebte Varianten wie das natürliche ätherische Öl Ylang Ylang können in besonderen Fällen Allergien auslösen. Jasmin-, Lemongrass- und Nelkenöl haben sich ebenfalls bei Menschen, die bereits unter einer Kontaktdermatitis leiden, als unvorteilhaft erwiesen, zumal weitere Hautreizungen vorprogrammiert sind. Dass natürliche Produkte ausnahmslos gut verträglich sind, erweist sich somit als Trugschluss. Wer in puncto Duftstoffe, seien sie nun synthetischer oder natürlicher Art, bereits in der Vergangenheit Probleme hatte, sollte diese in Zukunft unbedingt meiden. In Bezug auf die Symptome, die mit einer Unverträglichkeit von Kosmetikinhaltsstoffen einhergehen, spricht man in der Regel von Kontaktallergien. Dies bedeutet, dass sich die Beschwerden, seien es nun Juckreiz, Bläschenbildung, Hautrötungen oder Hautschuppen nur an der Stelle bilden, an der sie direkt mit dem jeweiligen Produkt in Berührung kommen. Abgesehen von Duftstoffen gehören Emulgatoren, Perubalsam, Lanolin und Konservierungsstoffe ebenfalls zu der Liste der Substanzen, die Allergien auslösen können.

Faktoren, die das Auftreten von Kontaktallergien fördern, und wirkungsvolle Alternativen

Abschließend ist darauf zu verweisen, dass eine bereits übersensible oder geschädigte Haut, die zum Teil auf den übermäßigen Kontakt mit Wasser sowie Reinigungs- und Pflegeprodukten zurückzuführen ist, besonders empfänglich für Allergien ist. Wer hier empfindlich ist oder einfach nur mögliche Beschwerden infolge der Verwendung von Kosmetikartikeln vermeiden möchte, findet in dem Sortiment der Produkte, die bewusst ohne den Einsatz von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen erstellt wurden, eine interessante Auswahl an Alternativen.